Neurologie

Leitung: Chefarzt Prof. Dr. med. Marcus Müller

Mit Herz & Verstand für Ihre Gesundheit.

Als einzige neurologische Akutklinik der Stadt Hamm behandeln wir in der Notaufnahme, der neurologischen Station, unserer regional zertifizierten Stroke-Unit (Spezialstation für Schlaganfallpatienten) und der interdisziplinären Intensivstation das komplette Spektrum neurologischer Erkrankungen.

Ein hochqualifiziertes Team aus erfahrenen Ärzten, Pflegekräften und wichtigen patientennahen Berufsgruppen bringt seine Expertise ein, damit jede Patientin und jeder Patient die bestmögliche Behandlung erfährt. Dies ermöglicht empathische und individuelle Zuwendung auf der Basis moderner Hochleistungsmedizin.

Nach Sichtung von Vorbefunden, Anamneseerhebung und körperlicher Untersuchung kümmern wir uns um eine zum Beschwerdebild passende Diagnostik.
Wir besprechen Therapieoptionen, beginnen und ebnen den Weg für eine individuell angepasste Therapie.
Hierbei richten wir uns nach den aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien, den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu neurologischen Erkrankungen, sowie komplexen neurologischen Beschwerdebildern.

Wir arbeiten dabei eng und vertrauensvoll mit allen Fachabteilungen des St. Marien-Hospitals zusammen. Immer steht das Wohlergehen der Patienten für uns im Mittelpunkt unseres beruflichen Interesses und Handelns.

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige,
wenn Sie zu uns kommen, wissen wir, dass Sie uns Ihr höchstes Gut - Ihre Gesundheit - anvertrauen. Dieses Vertrauen verpflichtet uns, Ihnen eine bestmögliche Behandlung auf Basis unseres hohen Standards und unserer fachlichen Kompetenz zu ermöglichen. Mit der Kombination aus moderner Medizin und individueller Betreuung soll Ihnen der Aufenthalt in unserer neurologischen Klinik optimal gestaltet werden.

Wir verfügen über eine moderne apparative Ausstattung: Computertomografie mit Angiografie (CT), Magnetresonanz-Tomografie (MRT), digitales EEG, 24h-EEG, EMG/NLG, SSEPs, MEPs, Doppler- und Duplexsonografie und Endoskopie zur Durchführung der endoskopischen Schluckdiagnostik (FEES). Unser Angebot wird durch eine physiotherapeutische Abteilung, Ergotherapie und Logopädie komplettiert.

Neben Kooperationen mit nationalen und internationalen Einrichtungen sind wir akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Münster und der Universität Witten-Herdecke. Wir sind beteiligt an der Aus- und Weiterbildung von Studenten und jungen Ärzten. Unsere Klinik verfügt über die komplette Weiterbildungsermächtigung des Faches Neurologie und bietet ein umfassendes Fortbildungsprogramm an.

Über Initiativbewerbungen zur Verstärkung unseres jungen und stetig wachsenden Teams freuen wir uns besonders. Es wird Sie eine strukturierte Ausbildung mit voller Weiterbildungsermächtigung und attraktiven Zusatzangeboten erwarten.

Unser Leistungsspektrum

Schlaganfall & TIA - Notfall!

Bei einem Schlaganfall (Apoplex) setzen Funktionen im Gehirn „schlagartig“ aus, weil bestimmte Bereiche nicht mehr durchblutet und somit nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Je nachdem, wie lange die Mangelversorgung anhält, können Nervenzellen und die darin gespeicherten Informationen absterben.

Treten Symptome eines Schlaganfalls auf, zählt deshalb jede Minute!
Eine transitorische ischämische Attacke (TIA) geht einem Schlaganfall oftmals voraus und ist eine vorübergehende Durchblutungsstörung. Die Symptome sind dieselben wie bei einem Schlaganfall, allerdings sind sie nur von sehr kurzer Dauer.

Typische Warnsignale für einen Schlaganfall sind:

  • Plötzliches pelziges oder taubes Gefühl in einem Arm, einem Bein oder in einer ganzen Körperseite
  • Plötzliche Kraftlosigkeit/Bewegungseinschränkung eines Arms, eines Beins oder einer Körperhälfte
  • Sprachstörungen bzw. Sprachverlust
  • Schwierigkeiten, Sprache zu verstehen
  • Akut einsetzende Sehschwäche, Einschränkung des Gesichtsfelds oder Erblindung
  • Massive Kopfschmerzen, Übelkeit und Nackensteifigkeit bei Blutungen

Akuter Schlaganfall – Was ist zu tun?

  • Sofort Notruf 112 rufen bzw. rufen lassen!
  • Fenster öffnen, enge Kleidungsstücke lockern
  • Atemwege freihalten
  • Für Ruhe des Betroffenen sorgen

Was man dem Notarzt mitteilen muss:

  • Wann genau (Uhrzeit) ist die Störung aufgetreten?
  • Welche Medikamente hat der Betroffene regelmäßig eingenommen?
  • Welche Vorerkrankungen sind bekannt?
  • Gab es vor kurzer Zeit Operationen?
Schlaganfall & TIA - Ursachen und Therapie

Ursachen
Häufig ist eine Durchblutungsstörung, die durch ein verstopftes Blutgefäß ausgelöst wird (Hirninfarkt, Ischämie), Ursache eines Schlaganfalls. Das Gehirn wird in diesem Fall nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Wesentlich seltener ist eine Hirnblutung der Grund. Bei einer Hirnblutung handelt es sich um ein eingerissenes oder geplatztes Gefäß, aus dem Blut ins Hirngewebe eindringt (Hämorrhagie).

Diagnostik und Therapie
Wenn ein Patient mit Verdacht auf Schlaganfall in unsere Klinik kommt, handeln wir schnell:

Durch Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) können wir feststellen, was den Schlaganfall verursacht hat – ein verschlossenes Gefäß oder eine Hirnblutung? Der Auslöser des Schlaganfalls ist entscheidend für die Wahl der Therapie.

Bei einem ischämischen Schlaganfall ist es wichtig, die Durchblutung des betroffenen Gehirnbereichs wieder zu ermöglichen. Hier steht die Wiedereröffnung des Blutgefäßes entweder medikamentös (Thromolyse)oder eine mechanische Wiedereröffnung durch die Neuroradiologen im Mittelpunkt. Hierbei wird durch die Radiologen ein verstopftes Gefäß wiedereröffnet, indem sie über die Leiste einen Katheter – einen dünnen Schlauch – einführen und das Blutgerinnsel entfernen (Thrombektomie).

Bei einem hämorrhagischen Schlaganfall müssen wir z.B. durch medikamentös blutdrucksenkende Maßnahmen die Blutung möglichst schnell zum Stillstand bringen, um negative Konsequenzen zu vermeiden. Bei größeren Blutungen kann es nötig sein, das Blut während einer Operation zu beseitigen.

Stroke Unit

Unsere acht Betten umfassende Stroke Unit ist eine spezielle Station für Schlaganfall-Patienten. Hier betreuen ein Arzt und speziell ausgebildete Pflegekräfte die Betroffenen rund um die Uhr. Die lebenswichtigen Funktionen (Herzschlag, Atmung, Temperatur, Blutdruck) werden ständig überwacht. In der Stroke Unit ist auch immer ein speziell weitergebildeter Neurologe anwesend. Zudem arbeiten hier speziell weitergebildete Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Mitarbeiter des Sozialdienstes. Kardiologen, Intensivmediziner, Gefäßchirurgen und Neurochirurgen stehen jederzeit zur Verfügung.

Die Patientenzimmer auf der Station sind nach neurophysiologischen Kriterien gestaltet. So sind zum Beispiel geometrische Figuren an Wänden und Decken angebracht, um Aufmerksamkeitsdefizite, Sehstörungen sowie die Vernachlässigung einer Körperhälfte (Neglect-Syndrome), die bei Schlaganfallpatienten häufig auftreten, bereits frühzeitig in die Behandlung mit einzubeziehen.

Seit 2010 trägt unsere Station das Siegel „Zertifizierte Stroke Unit" der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe  und der Schlaganfallgesellschaft . Diese Auszeichnung erhalten nur Abteilungen, die höchste medizinische, technische und pflegerische Vorgaben erfüllen.

Morbus Parkinson

Morbus Parkinson ist eine Bewegungsstörung und basiert auf einer Erkrankung des zentralen Nervensystems.

Häufig sind ältere Menschen von der Krankheit betroffen. Die Bewegungen werden langsamer und die Muskeln steifer und zähflüssiger in Ihrer Bewegung. Zusätzlich leiden die Patienten unter einem Zittern meist der Hände. Die Symptome treten zu Beginn schleichend auf, nehmen aber im Verlauf der Krankheit zu.

Diagnostik
Die Parkinson-Erkrankung ist meist schon durch eine eingehende Anamnese (Befragung) und die klinisches Untersuchung zu diagnostizieren, CT- und MRT-Untersuchungen bringen hier weniger Aufschluss. Lediglich die DaTSCAN-Szintigrafie kann die Diagnose stützen. Dieses Verfahren können wir in der Nuklearmedizin  des St. Marien-Hospitals anbieten. Besonders hervorzuheben ist unsere Mitgliedschaft im Kompetenznetz Parkinson –  ein Zusammenschluss von Ärzten und Forschern, die klinisch oder wissenschaftlich auf dem Gebiet der Parkinson-Krankheit arbeiten.

Parkinson-Komplexbehandlung
Die Parkinson-Komplexbehandlung beinhaltet unterschiedliche Therapien, die in hoher Frequenz mit dem Patienten durchgeführt werden. Dazu zählen:

  • Medikamentöse Therapie
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie
  • Sporttherapie
  • Musiktherapie
  • Tanzen/Ballett
  • Aktivierende Pflege

Das Besondere an der Parkinson-Komplexbehandlung (PKB) ist der intensive berufsgruppenübergreifende  Behandlungsansatz. Dieser ermöglicht Ihnen eine tägliche mehrstündige Behandlung, die je nach Ihrem individuellen Beschwerdebild vom Therapeutenteam eine auf Sie zugeschnitten wird. Je nach Einschränkung können sich ganz unterschiedliche Schwerpunkte ergeben (z. B. logopädische Sprechübungen und Schlucktherapie bei Schluckstörungen oder Ergotherapie bei Störungen der Feinmotorik bzw. zur Verbesserung von Gedächtnisstörungen). Bei den meisten Patienten wird allerdings der Schwerpunkt auf intensiver Physio- und Ergotherapie liegen (z. B. Gehtraining, Sturzprophylaxe, Anti-Freezing-Training etc.).

Parallel überprüfen, verändern und ergänzen wir Ihre medikamentöse Einstellung je nach Bedarf und immer in Absprache mit Ihnen.

Wir kooperieren eng mit der Neurochirurgie der St. Barbara-Klinik in Hamm-Heessen: So können wir auch Patienten mit einem Hirnschrittmacher bei uns behandeln. Die Kollegen in der St. Barbara-Klinik setzen den Hirnschrittmacher ein. Bei der OP sind wir ebenfalls anwesend. Die Vor- und Nachbehandlung des Patienten findet jeweils bei uns statt.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose (Kurzform: MS) ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die oft im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auftritt. Die Ursachen sind bislang unklar – die Krankheit kann plötzlich ohne Vorboten ausbrechen.

Bei einer MS greifen die Zellen des Immunsystems irrtümlicherweise körpereigenes Gewebe an, schädigen und zerstören es. Darum spricht man auch von einer Autoimmunerkrankung. MS ist eine der häufigsten Erkrankungen in der Neurologie.

Symptome
Die MS verläuft bei jedem Patienten anders und die Krankheitszeichen sind vielfältig – zu Beginn eher in Schüben und später oft chronisch-voranschreitend. Manche Betroffene klagen anfangs über Empfindungsstörungen an Armen oder Beinen oder sie können schlechter sehen. Darüber hinaus fühlen sich die Patienten mitunter kraftlos, leiden unter Schwindel, haben Lähmungserscheinungen oder die Muskeln versteifen.

Der Hintergrund: Bei MS-Patienten ist die Schutzschicht entzündet, die die Nervenfasern umhüllt. Das kann an einer oder mehreren Stellen im Körper passieren. Innerhalb der Nervenfasern werden Impulse dann nicht mehr richtig weitergeleitet und darum können neurologische Symptome wie Sehstörungen, Lähmungen, Missempfindungen  oder aber auch das vegetative Nervensystem betreffende Störungen (Blasenstörungen,  Müdigkeit) auftreten.

Diagnostik und Therapie
Die Verdachtsdiagnose auch der MS wird meist schon durch eine eingehende Anamnese (Befragung) und die klinisches Untersuchung gestellt. Unsere Radiologen untersuchen die Patienten dann im Magnetresonanztomografen (MRT). Hierbei erstellen sie Bilder von Kopf und Wirbelsäule, um die Entzündungsherde im Gehirn sowie das Rückenmark genauer betrachten zu können. Manchmal ist es für die Stellung der Diagnose notwendig, durch eine Nervenwasseruntersuchung (Lumbalpunktion) durchzuführen.

Wir behandeln alle Formen der MS. Besonders wichtig ist uns, die Selbstständigkeit und Lebensqualität des Patienten so lange und so gut wie möglich zu erhalten. Es kommen mehrere Behandlungsformen zum Einsatz:

  • Medikamentöse Therapien
  • Schubtherapien bei akut erkrankten Patienten
  • Intervalltherapien mit Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen, um die Schübe zu reduzieren
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie
Epilepsie

Krampfanfälle entstehen aus einer Übererregbarkeit von Gehirnzellen. Dies kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens auftreten.

Epileptische Anfälle sind von Patient zu Patient ganz unterschiedlich: Manche, nur wenige Sekunden dauernde Anfälle, nehmen die Außenstehende kaum wahr. Krampfanfälle halten mitunter minutenlang an und können mit einer Bewusstlosigkeit einhergehen.

Die wichtigste Untersuchung bei Patienten mit Krampfanfällen ist neben Anamnese und klinischer Untersuchung das EEG (EEG = Elektroenzephalografie). Bei einer Elektroenzephalografie wird die Hirnaktivität gemessen. Manchmal müssen auch spezielle EEG-Untersuchung durchgeführt werden, einige dieser Spezialableitungen können als kombinierte EEG/Videountersuchung in unserem eigenen Schlaflabor abgeleitet werden.

Die Therapie richtet sich nach der Art der Anfälle. Wir stellen den Patienten wenn notwendig gezielt medikamentös ein, um das Risiko für weitere epileptische Anfälle zu senken.

Entzündungen des Gehirns und der Hirnhaut

Erkrankungen wie die Hirnhautentzündung (Meningitis) und Gehirnentzündung (Enzephalits) können lebensgefährlich sein. Darum müssen die Betroffenen sofort im Krankenhaus behandelt werden.

Ursachen
Auslöser einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung können Bakterien (zum Beispiel Borrelien, übertragen von Zecken) oder Viren (etwa Mumps- oder Herpesviren) sein. Eigentlich schützt die Blut-Hirn-Schranke das Gehirn vor solchen Eindringlingen. Bei schwacher Körperabwehr kommt es vor, dass die Erreger dennoch ins Gehirn gelangen und dort eine Entzündung verursachen.

Diagnostik und Therapie
Die Hirnhautentzündung und die Gehirnentzündung sind nicht immer sofort als solche zu erkennen. Die ersten Anzeichen ähneln einer Erkältung mit Fieber, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit. Ist das Bewusstsein getrübt und klagt der Patient über einen steifen Nacken, sind das wichtige Hinweise für uns. Nach einer  CT- oder MRT- Untersuchung hilft uns schlussendlich die Untersuchung des Nervenwassers (Liquor) eine eindeutige Diagnose zu stellen.

Bei der Behandlung des Patienten kommen verschiedene, gegen Bakterien und Viren gerichtete Medikamente zum Einsatz, um ihn zunächst außer Lebensgefahr zu bringen. Wenn wir den genauen Erreger kennen, können wir die Medikamente individuell anpassen.

Die Therapie richtet sich nach der Art der Anfälle. Wir stellen den Patienten wenn notwendig gezielt medikamentös ein, um das Risiko für weitere epileptische Anfälle zu senken.

Neuropathien

Neuropathien sind Erkrankungen des peripheren Nervensystems.

Das periphere Nervensystem umfasst den Teil des Nervensystems, der nicht zum Gehirn und zum Rückenmark gehört. Das Periphere Nervensystem liegt außerhalb des Schädels und des Wirbelkanals.

Am häufigsten behandeln wir Patienten mit einer sogenannten Polyneuropathie. Hierbei sind dabei mehrere Nerven betroffen. Diese Erkrankung entsteht meist in Folge der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), einer Alkoholerkrankung oder der Einwirkung anderer Gifte. Ebenso kann die Polyneuropathie als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auftreten.

Bei Neuropathien handelt es sich meist um chronische Erkrankungen, die sich nicht heilen lassen. Wir können den Betroffenen allerdings schmerzlindernde Medikamente geben, um zumindest die Symptome in den Griff zu bekommen. Nur wenige entzündlich bedingte Nervenerkrankungen (Neuritis) können durch spezifische Medikamente ausheilen.

Neuromuskuläre Erkrankungen

Neuromuskuläre Erkrankungen können unterschiedlich ausgeprägt sein. Es handelt sich zum Beispiel um Muskelentzündungen, Muskeldegenerationen (schrittweise fortschreitende Muskelschwäche) , Nervenentzündungen oder Veränderungen des Rückenmarks oder einzelner Rückenmarkszellen. Im Verhältnis zu den oben genannten Krankheitsbildern treten diese Erkrankungen seltener auf.

Unter den Muskelerkrankungen kommt die Myasthenie (übersetzt: Muskelschwäche) am häufigsten vor. Typisch für diese Krankheit: Bei zunehmender Belastung lässt die Muskelkraft nach. Patienten fallen beispielsweise aus dem Nichts die Augen zu, wenn sie lange geradeaus schauen oder sie werden immer leiser, je länger sie sprechen. Ursache ist eine gestörte Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskeln. Die Myasthenie ist eine Autoimmunerkrankung.

Wir können die Myasthenie heute  gut medikamentös behandeln. Der Patient erhält dadurch seine volle Kraft und Lebensqualität zurück.

Schwindel & Gangstörungen

Schwindel kann verschiedene Ursachen haben.

Häufig kommt er von den Gleichgewichtsorganen, die nicht mehr synchron arbeiten. Deshalb behandeln wir Patienten mit Schwindel oft in enger Zusammenarbeit mit den Hals-Nasen-Ohren-Ärzten im Haus. Zur Behandlung greifen wir in der Regel nicht nur auf Medikamente zurück, sondern unterstützen die Betroffenen durch gezielte Physiotherapie. Wer unter Schwindel leidet, kann aber auch Kreislaufprobleme haben. In dem Fall betreuen wir die Patienten gemeinsam mit den Kardiologen.

In seltenen Fällen sind Nervenentzündungen im Gehirn für den Schwindel verantwortlich. Auch gut- oder bösartige Tumore im Gehirn, die an den Gleichgewichtsnerven sitzen, sind vereinzelt ein Auslöser. Zwar sollte nicht jeder Mensch, der Schwindel beklagt, gleich an einen Tumor oder an einen Schlaganfall denken. Nichtsdestotrotz handelt es sich um ein Krankheitszeichen, das wir ernst nehmen müssen. Dementsprechend liegt unsere Aufgabe darin, der Ursache auf den Grund zu gehen.

Demenz

Demenz – der Verlust von Gedächtnis, Konzentrationsvermögen und Orientierung – ist eine Erkrankung, die nicht nur bei älteren Menschen auftritt.

Im St. Marien-Hospital kümmern sich in erster Linie Neurologen, Geriater  und Psychiater  gemeinsam um Demenzpatienten.

Eine wichtige Rolle bei der Diagnose spielen auch die Radiologen, die die Bildgebung verantwortlich durchführen. Unser Ziel ist es immer, dass der Arzt mit der meisten Expertise für das jeweilige Krankheitsbild den Patienten betreut.

Chefarzt

Priv.- Doz. Dr. med. Klaus Rieke

Prof. Dr. med. Marcus Müller
Knappenstraße 19
59071 Hamm

02381/18-2351
02381/18-2352
marcus.mueller@marienhospital-hamm.de