Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Leitung: Chefarzt Priv.- Doz. Dr. Wolfram Schwindt

Die Radiologie ist eine wichtige Schnittstelle: Wir unterstützen die Kollegen aller Fachabteilungen des St. Marien-Hospitals mit bildgebenden Untersuchungen bei der Diagnosestellung und stehen täglich im engen Austausch. Als Radiologen wenden wir jedoch nicht nur die gängigen diagnostischen Verfahren an (Röntgen, CT, MRT), sondern können im Rahmen der interventionellen Therapie – beispielsweise bei Gefäßverschlüssen – auch direkt eingreifen. Bei Patienten mit Verdacht auf einen Schlaganfall arbeiten wir eng mit der Klinik für Neurologie zusammen, vor allem mit der Stroke Unit. Unsere Abteilung besitzt zudem die Zusatzqualifikation „Neuroradiologie“. Dieses Spezialgebiet umfasst die Diagnostik bei Erkrankungen und Veränderungen des Nervensystems. Dazu gehört etwa die radiologische Untersuchung der Hirngefäße oder des Wirbelkanals, in dem das Rückenmark liegt (Spinalkanal).

Unser Leistungsspektrum

Schlaganfall / Blutungen

Bei einem Schlaganfall setzen Funktionen im Gehirn „schlagartig“ aus, weil bestimmte Bereiche nicht mehr durchblutet und somit nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Je nachdem, wie lange die Mangelversorgung anhält, können Nervenzellen und die darin gespeicherten Informationen absterben. Treten Symptome eines Schlaganfalls auf, zählt deshalb jede Minute!

Symptome
Typische Warnsignale für einen Schlaganfall sind:

  • plötzliches pelziges oder taubes Gefühl in einem Arm, einem Bein oder in einer ganzen Körperseite
  • plötzliche Kraftlosigkeit/Bewegungseinschränkung eines Armes, eines Beines
    oder einer Körperhälfte
  • Sprachstörungen bzw. Sprachverlust
  • Schwierigkeiten, Sprache zu verstehen
  • akut einsetzende Sehschwäche, Einschränkung des Gesichtsfelds oder Erblindung
  • massive Kopfschmerzen, Übelkeit und Nackensteifigkeit bei Blutungen

Ursachen
Häufig ist eine Durchblutungsstörung, die durch ein verstopftes Blutgefäß ausgelöst wird (Hirninfarkt, Ischämie), Ursache eines Schlaganfalls. Das Gehirn wird in diesem Fall nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Wesentlich seltener ist eine Hirnblutung der Grund. Bei einer Hirnblutung handelt es sich um ein eingerissenes oder geplatztes Gefäß, aus dem Blut ins Hirngewebe eindringt (Hämorrhagie).

Diagnostik und Therapie
An unserem Standort in der Knappenstraße sind wir eng mit der Klink für Neurologie verbunden, in der sich auch die Stroke Unit befindet, eine spezielle Abteilung für Schlaganfallpatienten. Wenn ein Patient mit Verdacht auf Schlaganfall in unsere Klinik kommt, handeln wir schnell: Durch Verfahren wie Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) oder digitale Subtraktions-Angiografie (DSA) können wir feststellen, was den Schlaganfall verursacht hat – ein verschlossenes Gefäß oder eine Hirnblutung? Der Auslöser des Schlaganfalls ist entscheidend für die Wahl der Therapie.

Neben der Diagnostik können wir Radiologen je nach Erfordernis auch direkt behandeln (interventionelle Radiologie): So lässt sich ein verstopftes Gefäß ggf. wieder öffnen, indem wir über die Leiste einen Katheter – einen dünnen Schlauch – einführen und das Blutgerinnsel entfernen (Thrombektomie). Dann besteht die Hoffnung, die Folgen des Schlaganfalls für den Patienten gering zu halten. Die Weiterbehandlung von Schlaganfallpatienten erfolgt in der Stroke Unit.

Chronisch-entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Multiple Sklerose)

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die häufig im Alter zwischen 20 und 40 Jahren ausbricht. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. In vielen Fällen verläuft die Erkrankung in Schüben.

Symptome
Die Multiple Sklerose kann verschiedene Bereiche des zentralen Nervensystems betreffen (Gehirn und Rückenmark) und hat keinen typischen Verlauf. Symptome können unter anderem sein:

  • Empfindungsstörungen an Armen und Beinen wie Kribbeln und Taubheitsgefühl
  • Sehstörungen
  • Lähmungserscheinungen
  • Schwindel


Ursachen
Bei Patienten mit Multipler Sklerose ist die Schutzschicht entzündet, die die Nervenfasern umhüllt. Das kann an einer oder mehreren Stellen im Körper passieren. Innerhalb der Nervenfasern werden Impulse nicht mehr richtig weitergeleitet und es können Lähmungen auftreten. Die Ursachen sind bis heute nicht ausreichend geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass mehrere Faktoren im Zusammenspiel die Erkrankung auslösen.

Diagnostik
In unsere Klinik kommen viele Patienten mit unklaren Symptomen, bei denen die Multiple Sklerose noch nicht bekannt ist. Als Radiologen können wir eine frühe Bildgebung anbieten und so ein Puzzleteil für eine möglichst zeitnahe Diagnose liefern. Daneben müssen noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Durch unsere langjährige Erfahrung erkennen wir Anzeichen für Multiple Sklerose zuverlässig.

Wir untersuchen die Patienten hauptsächlich im Magnetresonanztomografen (MRT). Hierbei erstellen wir Bilder von Kopf und Wirbelsäule, um das Gehirn sowie das Rückenmark genauer betrachten zu können. Ist ein Patient an Multiple Sklerose erkrankt, lassen sich die entzündlichen Veränderungen auf den Bildern erkennen. Dank unserer hochmodernen Geräte können wir uns verschiedene Körperabschnitte innerhalb einer Untersuchung anschauen. So müssen sich Patienten nicht mehrfach untersuchen lassen.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) bezeichnet eine Durchblutungsstörung. Dabei sind bestimmte Blutgefäße verengt oder verschlossen, sodass das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann. Dadurch werden Gewebe und Muskulatur nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Engstellen zeigen sich oft an der Becken- oder Beinschlagader, können aber auch an allen anderen Gefäßen im Körper auftreten, etwa im Hals, im Bauch oder in den Füßen. Ist die Halsschlagader verengt, kann das auch einen Schlaganfall auslösen. Eine verengte oder verschlossene Stelle an einem Herzkranzgefäß (Koronararterie) kann zu einem akuten Herzinfarkt führen.

Symptome
Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit verursacht anfänglich keine Beschwerden. Aufgrund der stetigen mangelnden Blutversorgung kommt es später zu folgenden Syptomen:

  • Kältegefühl und Schwäche in den Beinen
  • Rote Stellen und nicht heilende Wunden an den Beinen
  • Hinken und Schmerzen beim Gehen (Claudicatio intermittens, umgangssprachlich „Schaufensterkrankheit“ genannt)
  • Schmerzen im Ruhezustand


Ursachen
Die hauptsächliche Ursache ist Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Dabei lagern sich Fett, Kalk und Bindegewebe in den Blutgefäßen ab, sodass sich die Schlagadern (Arterien) immer mehr verengen. Risikofaktoren für Arterienverkalkung sind unter anderem Rauchen, Fettleibigkeit und Diabetes. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit betrifft sowohl ältere als auch jüngere Menschen.

Diagnostik und Therapie
Die Patienten liegen vorrangig auf der Station der Klinik für Angiologie  oder Gefäßchirurgie . Wir Radiologen erstellen Bilder von allen betroffenen Körperabschnitten, um die Veränderungen an den Gefäßen sichtbar zu machen. Dafür nutzen wir in der Regel die Computertomografie (CT). Dank unserer hochmodernen Geräte ist es möglich, die Körperabschnitte in kurzer Zeit mit geringer Strahlendosis gebündelt zu untersuchen. Die Patienten bekommen dafür einen Zugang am Arm, über den wir Kontrastmittel einleiten.

Bei jüngeren Patienten können wir die Angiografie auch im MRT (keine Röntgenstrahlung) mit und ohne Kontrastmittel durchführen. Dieses Verfahren ist etwas nierenschonender. Generell verwenden wir in unserer Klink eines der nierenschonendsten Kontrastmittel, sodass wir auch Patienten untersuchen können, deren Nieren vorgeschädigt sind.

Neben der Diagnostik haben wir die Möglichkeit, die pAVK-Patienten in der Radiologie minimalinvasiv zu behandeln (interventionelle Radiologie): Wir legen einen Zugang in der Leiste, führen einen Katheter ein und spritzen darüber Kontrastmittel. Mittels Röntgen stellen wir dann die Gefäße dar. Da wir mit dem Katheter direkt „vor Ort“ im Gefäß sind, können wir nun mit einem Ballon oder Stent den Verschluss  aufdehnen: Der Ballon weitet das Gefäß; ein eingesetzter Stent (ein Röhrchen aus Drahtgeflecht) sorgt dafür, dass das Gefäß durchlässig bleibt. Diesen Eingriff können wir überall im Körper vornehmen, sogar im Kopf. Eine Ausnahme bildet das Herz – das Verfahren ist technisch gleich, wird aber von unseren Herzspezialisten, den Kardiologen, durchgeführt.

Arthrose (Knie/Hüfte)

Arthrose ist die häufigste Gelenkkrankheit, umgangssprachlich „Gelenkverschleiß“ genannt. Hierbei ist das Knorpelgewebe an den Gelenken abgenutzt und es kommt zu Schmerzen. Häufig betroffen sind Knie, Hüfte und Hände.

Symptome

  • Schmerzen bei Bewegung, aber auch im Ruhezustand
  • Schwellungen durch eine Entzündung am Gelenk
  • Verdickungen
  • Versteifungen


Ursachen
Der Verschleiß an den Gelenken ist oft altersbedingt. Übergewicht und Erkrankungen wie Rheuma können ebenfalls zu Arthrose führen, aber auch Fehlbelastungen können dafür verantwortlich sein.

Diagnostik
Durch unser Orthopädisch-Traumatologisches Zentrum (OTZ) kommen viele ältere Patienten mit Gelenkerkrankungen zu uns ins St.-Marien-Hospital. Je nach Risikofaktor –zum Beispiel Übergewicht – zeigt sich eine Arthrose aber auch früher und die Patienten sind dementsprechend jünger.

Sehr häufig leiden die Patienten unter Verschleiß im Knie oder in der Hüfte, und es muss ein künstliches Gelenk, eine Prothese, eingesetzt werden. Wir schauen uns mit unseren Bildgebungsmethoden im Vorfeld der Operation immer das betroffene Gelenk an. Aber nicht nur das: Gerade ältere Patienten haben oft mehrere Erkrankungen, die mitbedacht werden müssen. Deshalb machen wir vor der Operation auch Röntgenaufnahmen des Brustkorbs (Thorax). Dabei kann es zum Beispiel vorkommen, dass wir zufällig einen Tumor in der Lunge finden, der sonst vermutlich erst später entdeckt worden wäre. Auch nachdem die Orthopäden die Prothese eingesetzt haben, kommen die Patienten wieder zu uns und wir überprüfen, wie das neue Gelenk liegt.

Handgelenks- und Schenkelhalsbruch

Der Handgelenksbruch (distale Radiusfraktur) kommt unter den Knochenbrüchen am häufigsten vor. Bei einem Schenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) ist der Oberschenkelhalsknochen gebrochen. Dieser Bruch tritt vor allem bei älteren Menschen auf.

Symptome
Handgelenksbruch:

  • Schmerzen
  • Schwellungen
  • Fehlstellung der Hand


Oberschenkelhalsbruch:

  • Schmerzen in der Hüfte und im Oberschenkel
  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Blutergüsse, Schwellungen


Ursachen
Der Handgelenksbruch entsteht typischerweise, wenn man sich bei einem Sturz abfangen will und die Arme nach vorne streckt. Ein solcher Bruch passiert sehr oft bei Glatteis. Dem Oberschenkelhalsbruch geht bei älteren Menschen meist ein Sturz voraus. Häufig war der Knochen schon vorher angegriffen (Osteoporose = Knochenschwund). Der Bruch kann auch bei einem Autounfall passieren.

Diagnostik
Der Handgelenksbruch kann durch eine Untersuchung der Hand festgestellt werden. Nach dem Röntgen können wir dann sehen, wie der Bruch versorgt werden muss: Es ist nicht immer eine Operation nötig. Je nach Bruch kann es auch reichen, den Arm einzugipsen oder ruhigzustellen. Weiterhin bieten wir hier eine CT-Untersuchung an, deren Bild manchmal für die Planung der Operation gebraucht wird.

Schenkelhalsfrakturen sehen wir in der Radiologie fast jeden Tag. Zur Diagnostik erstellen wir Röntgenbilder in zwei Ebenen, das heißt von vorne und von der Seite. Wenn das nicht ausreicht, machen wir eine CT-Untersuchung.

Bildgebung des Herzens (Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung)

Bei einem akuten Herzinfarkt (Myokardinfarkt) ist eines der Herzkranzgefäße (Koronararterien), die das Herz mit nähr- und sauerstoffreichem Blut versorgen, plötzlich verschlossen. Dadurch wird das Herz nicht mehr ausreichend durchblutet. Schon nach kurzer Zeit kann Herzmuskelgewebe absterben – dies ist lebensgefährlich.
Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) ist – wie der Name schon sagt – der Herzmuskel entzündet. Die Erkrankung kann chronisch werden.

Symptome
Herzinfarkt:

  • Plötzliche, starke Schmerzen auf Höhe des Brustbeins, die auch  in den linken Arm oder in die Schultern ausstrahlen können
  • Engegefühl/Druck im Bereich des Herzens
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch


Eine Herzmuskelentzündung hat keine typischen Symptome. Möglich sind zum Beispiel:

  • Atemnot
  • Herzrhythmusstörungen
  • Druckgefühl hinter dem Brustbein
  • Müdigkeit, Schwäche


Ursachen
Häufigste Ursache für einen Herzinfarkt ist eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) in den Herzkranzgefäßen. Dabei werden die Gefäße durch Ablagerungen aus Fett, Kalk und Bindegewebe immer enger. Risikofaktoren für Arterienverkalkung sind zum Beispiel Bluthochdruck, Rauchen und zu viel Zucker. Eine Herzmuskelentzündung wird dagegen hauptsächlich durch Viren ausgelöst.


Diagnostik
In der Kardiologie können die Herzkranzgefäße über die Koronarangiografie dargestellt werden. Das ist ein invasives Verfahren, bei dem ein dünner Schlauch (Herzkatheter) in den Körper eingeführt und bis zum Herzen vorgeschoben wird.

In der Radiologie können wir per Herz-CT überprüfen, ob in den Herzkranzgefäßen Verengungen oder Verschlüsse vorliegen. Der Patient bekommt dafür einen kleinen Zugang am Arm, über den wir Kontrastmittel spritzen. Im CT können das Herz und vor allem die Herzkranzgefäße sichtbar gemacht werden – und das ohne die Risiken einer Koronarangiografie.

Die Herzbildgebung ist auch im MRT möglich, vielfach mit Kontrastmittel, um Entzündungen oder Tumore sehen zu können. Diese Untersuchung führen wir oft durch, um eine Herzmuskelentzündung auszuschließen.
Im MRT können wir das Herz und die Gefäße auch künstlichem Stress aussetzen, um zu beobachten, wie sie reagieren. Der Stress wird mit Medikamenten erzeugt, deren Wirkung aber sehr schnell wieder verfliegt.

Bildgebung der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfall/Spondylodiszitis)

Erkrankungen der Wirbelsäule treten sehr häufig auf. Bei einem Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps) hat der weiche Kern aus dem Inneren der Bandscheibe den umgebenden Faserring durchbrochen. Nun wölbt sich die Bandscheibe in Richtung Rückenmarkskanal vor. Durch den dabei entstehenden Druck auf die Nerven kann es zu verschiedenen Symptomen kommen.

Eine Spondylodiszitis ist eine entzündliche Erkrankung der Bandscheibe und der benachbarten Wirbelkörper, die mit starken Schmerzen einhergeht. Dieses Krankheitsbild betrifft vor allem ältere Patienten und Patienten, die bereits an der Wirbelsäule operiert wurden oder andere Wirbelsäulenerkrankungen haben.

Symptome
Die Symptome eines Bandscheibenvorfalls hängen davon ab, welcher Teil der Wirbelsäule betroffen ist, etwa die Lendenwirbelsäule (LWS) oder die Halswirbelsäule (HWS), seltener die Brustwirbelsäule (BWS). Zu den Beschwerden gehören:

  • Starke Rückenschmerzen
  • Verhärtete Muskulatur
  • Ausstrahlende Schmerzen in Gesäß und Bein
  • Lähmungen und Kribbeln im Bein
  • Nackenschmerzen


Eine Spondylodiszitis verläuft anfänglich ohne Beschwerden. Später sind starke Schmerzen im betroffenen Abschnitt der Wirbelsäule möglich, die in Arme oder Beine ausstrahlen können. Je nach Form der Spondylodiszitis können auch Grippe-ähnliche Beschwerden auftreten.

Ursachen
Ein Bandscheibenvorfall entsteht oftmals durch altersbedingten Verschleiß. Risikofaktoren sind zusätzlich Übergewicht und Fehlbelastung. Eine Spondylodiszitis wird am häufigsten von einem bakteriellen Erreger ausgelöst – etwa durch eine bestehende Infektion im Körper, bei der der Erreger über den Blutkreislauf zur Wirbelsäule gelangt ist.

Diagnostik und Therapie
Erkrankungen des Rückens werden in unserem Orthopädisch-Traumatologischen Zentrum (OTZ) behandelt. Die Diagnostik beginnt aber immer mit einem Bild: In der Radiologie schauen wir uns den Rücken genauer an. Dabei kommt normalerweise das Röntgengerät zum Einsatz, in bestimmten Fällen auch CT oder MRT. Am häufigsten untersuchen wir die Lendenwirbelsäule (LWS) und am zweithäufigsten die Halswirbelsäule (HWS). Sollten die Patienten bereits Bilder haben, können wir diese hier einlesen.

Zur Behandlung von Schmerzen bieten wir in Absprache mit den behandelnden Ärzten die periradikuläre Therapie (PRT) an. Unter CT-Kontrolle können wir – sowohl in der Lendenwirbelsäule (LWS) als auch in der Halswirbelsäule (HWS) – ein Medikamentengemisch aus Cortison, örtlichem Betäubungsmittel und Kontrastmittel an die betroffene Nervenwurzel  spritzen. Dies lindert die Schmerzen deutlich.  Die Wirkung hält bis zu einem Jahr an.

Eine Spondylodiszitis sehen wir in der Radiologie auch als Nebenbefund. Die Erkrankung lässt sich am besten im MRT erkennen. Für Patienten mit Herzschrittmacher kommt hier nur eine Untersuchung im CT infrage.

Chefarzt

Dr. med. Thomas F. Weber

Priv. Doz. Dr. med. Wolfram Schwindt
Knappenstr.19
59071 Hamm

02381/18-2651
02381/18-2652
Radiologie@marienhospital-hamm.de