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Stroke Unit rezertifiziert

Erfolgreich rezertifiziert - Beste Behandlungsmöglichkeiten für Schlaganfallpatienten

Jährlich erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. In Hamm werden sie auf der Stroke Unit der Klinik für Neurologie am St. Marien-Hospital behandelt, einer speziellen Akutbehandlungseinheit für Schlaganfallbetroffene. Diese Einheit hat ihre Leistungsfähigkeit jetzt durch eine Re-Zertifizierung untermauern können.Gleichzeitig zog die Stroke Unit in neue, großzügigere Räume.

Nach sieben Monaten Bauzeit wurde das Projekt zeitgerecht abgeschlossen. Statt sechs sind es nun acht Betten, auf denen Menschen mit Schlaganfällen und vaskulären neurologischen Erkrankungen behandelt werden können. 700.000 Euro aus Mitteln des Strukturfonds kamen hier zum Einsatz. „Als einzige neurologische Akutklinik in Hamm sind wir bestens vorbereitet, Schlaganfallpatienten zu jeder Zeit zu behandeln“, sagt der Chefarzt der Klinik für Neurologie. Die neuen großzügigen Räume und die verbesserte Ausstattung  erleichtern die Diagnose und Therapie. „Besonders die Zusammenarbeit mit der Radiologie unseres Hauses lässt schnelle Eingriffe zu, die Leben retten!“

Die Symptome eines Schlaganfalls sind plötzlich auftretende Störungen von Sprache und Sensibilität bis hin zu Lähmungen. „Niemand sollte sich scheuen, die 112 zu wählen, wenn er diese Symptome bei sich oder bei einem anderen Menschen bemerkt“, sagt Prof. Dr. Müller. „Der typische Schlaganfall-Patient ist sicher über 60 Jahre alt und hat Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen oder Übergewicht. Aber es kann auch deutlich jüngere Menschen treffen, die keine Risikofaktoren haben.“

Um dem Patienten nach einem Schlaganfall ein Leben „wie vorher“ zu ermöglichen, wird interdisziplinär gearbeitet: „Die Therapiemöglichkeiten auf der neuen Stroke Unit erlauben es, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie sehr früh und unter optimalen Bedingungen in die Behandlung einzubinden. „Je schneller wir sind, desto bessere Heilungschancen haben wir“. Wichtig ist auch die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen: „Die Arbeitsbedingungen sind hier optimal, denn wir haben die räumliche Nähe der Disziplinen und viel Platz, um sie anzuwenden.“  

Sehr wichtig ist bei aller Hightech-Medizin natürlich auch die persönliche Zuwendung zu den Patienten und den Angehörigen: Für beide stellt die Situation eines Schlaganfalls eine enorme Belastung dar, bei deren Bewältigung wir helfen sollen und wollen. Das endet nicht mit dem Aufenthalt auf unserer Stroke Unit, sondern bezieht das Leben danach mit ein, um auch nach einem Schlaganfall eine Leben mit bestmöglicher Lebensqualität und möglichst ohne oder nur geringer Behinderung zu erreichen“, so Prof. Müller.

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