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2018

Eduard Spranger-Berufskolleg kommt zur Unfallprävention

40 Schülerinnen und Schüler aus Holz- und Metallausbildungen kamen zum Unfallpräventions-Projekt H.A.P.P.Y. Hands at work

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St. Marien-Hospital mit Projekt Happy Hands at work
Kollegschüler sollen auf Sicherheit achten

Einige Bilder, die Oberarzt Dr. Timm Schmidt-Mertens zeigt, tun selbst hartgesottenen Computerspiel-Kämpfern schon beim Ansehen weh. Die knapp 40 jungen Männer und Frauen werden zu KFZ-Mechatronikern oder im Bereich Holztechnik ausgebildet und besuchen das Eduard-Spranger-Berufskolleg. Das St. Marien-Hospital hat sie eingeladen, im Rahmen seines Unfall-Präventions-Projektes „Happy Hands at Work“ einen Vormittag von Fachleuten und Betroffenen Informationen über die Folgen eines Unfalles mit Handverletzungen zu erhalten. Schnell wird ihnen deutlich: Schon kleine Unfälle an der Hand haben erhebliche Folgen, an die man im Arbeitsalltag nicht denkt.

Handspezialist Dr. Schmidt-Mertens hat gute Gründe für das „Hand Accident Prevention Programme for your Hands at work“, wie HAPPY aufgeschlüsselt wird. „41 Prozent der Arbeitsunfälle betreffen laut einer Studie aus Österreich die  Hand, bei Jugendlichen sind es sogar die Hälfte der Arbeitsunfälle“, berichtet er. Dabei sind leichte Verletzungen durch  Messer und Cutter, Stichverletzungen und Schnitte an Blech und Glas, aber auch schwere wie Quetschungen durch Baumaterial oder der Schnitt mit der Kreissäge. Originalfotos zeigen das Ausmaß des Schadens: „Da hat man als Arzt schon mal eine ganze Nacht dran zu tun“ kommentiert er eine Verletzung, bei der alle Beugesehnen und Muskeln durchtrennt wurden. Und warum darf man auf der Arbeit keinen Ring tragen? „Weil es schwer zu behandeln ist, wenn Sie mit dem Ring hängen bleiben und der Ring ihnen den Weichteilmantel vom Finger streift.“ Ziel ist es, die jungen Menschen zur Umsicht aufzurufen: „Übernehmen Sie Verantwortung und nehmen Sie Gefahren rechtzeitig wahr!“

Der Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Hamm Dr. Bernhard Eßer macht den jungen Zuhörern klar: Egal ob Hand- oder sonstige Verletzung – jeder ist zur Hilfe verpflichtet: „ 70-100 Mal am Tag fahren unsere sechs Rettungswagen raus. Wir sind in 8-12 Minuten am Unfallort. Damit das klappt, fragen wir Sie immer als erstes: Wo genau ist der Verletzte?“ Doch 8 Minuten sind zu spät, wenn der Verletzte nicht mehr atmet. Dr. Eßer erklärt, dass nach dem Notruf die Erste Hilfe folgen muss: „Nicht ansprechbare Personen, die selbststätig atmen, in die stabile Seitenlage drehen. Um die Atmung zu testen: Den Kopf etwas in den Nacken überstrecken.“ Und wenn er nicht atmet: „Dann müssen Sie eine Herzdruckmassage beginnen, 100 Mal in der Minute auf die Mitte des Brustbeines drücken, 5 – 6 Zentimeter tief.“ Es ist hilfreich, dabei den Rhythmus von „Staying alive“ oder „I like to move it“ oder auch „Atemlos“ im Sinn  zu haben – das sind 100 Beats in der Minute. „Sie machen da nichts falsch!“ schärft Dr. Eßer ein. Die Überlebenschancen des Verletzten steigen dann von mageren 5 auf immerhin 40 Prozent.

Falls doch etwas passiert, können spezialisierte Handchirurgen viel retten – wenn der Patient bei der Nachbehandlung selbst mit aktiv wird. „Selbst eine gute Operation führt nicht zu einer funktionsfähigen Hand, wenn keine Physiotherapie folgt.“ Die Therapeutin Nora Gralki zeigt, wie durch Übungen und technische Hilfsmittel Schritt für Schritt die Kraft und Beweglichkeit der Hand wiederkommen und Verklebungen und unschöne Vernarbungen vermieden werden können. „Das bedeutet oft tägliche Physiotherapie mit Hausaufgaben!“ Nur so wird der Faustschluss um den Akkuschrauber wieder fest.

Die Schüler des Eduard-Spranger-Berufskollegs können bei einem Rundgang durch den Schock- und den Gipsraum einen Blick hinter die Kulissen eines Krankenhauses werfen. Mit am Ende sechs eingegipsten Händen wird deutlich: So ein Gips stört. Bei allem.

Wer gedacht hat, dass so ein Arbeitsunfall doch nur den weniger fitten und geschickten Kollegen geschieht, lernte dann mit Peter Greller den Gegenbeweis kennen: Der Polizist, athletisch und bestimmt, hat vor exakt einem Jahr durch eine Blechplatte einen Schnitt durch die Daumenbeuge bis auf den Knochen erlitten. „Das ist schlimm“, hat er sich sofort gedacht. Aus dem ersten Krankenhaus hat er sich selbst entlassen, denn die handchirurgisch unerfahrenen Ärzte richteten auf der Suche nach seiner durchtrennten Sehne weiteren Schaden an. Er ging zum St. Marien-Hospital und wurde in einer aufwendigen Operation von Dr. Schmidt-Mertens behandelt. Doch die bei der Rettung zerstörten Haut- und Weichteile mussten langwierig rekonstruiert werden. Heute kann er seinen Daumen wieder gut bewegen und „kommt prima klar: Es ist nicht die Schusshand!“ Er ist daher weiterhin bei der Polizei im Einsatz.

Auch die durchtrennten Hand-Sehnen vom Anfang der Veranstaltung sind zu einem guten Ende gekommen. Der Patient kann seine zuvor funktionslose Hand wieder tadellos bewegen und schickte dem St. Marien-Hospital einen Videoclip als Beweis. Der Clip ist hier anzuschauen. Das Projekt Happy Hands at work soll weitergeführt werden.

 

St. Marien-Hospital spendet OP-Material

Die lokale Hilfsorganisation Hammer Forum erhält
Instrumente & Implantate.

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St. Marien-Hospital spendet OP-Material an Hammer Forum
Instrumente & Implantate für Zentralafrika

Implantate, wie sie für Operationen an Schultern, Füßen oder Händen gebraucht werden, und die für ihre Verwendung notwendigen Spezialwerkzeuge sind langlebig: Platten und Schrauben aus Titan beispielsweise, gut zu sterilisieren und quasi „unkaputtbar“. Dennoch sind sie einem Wandel unterworfen: „Ab 2020 wird es in Deutschland Pflicht, dass alle bei einer Operation verwendeten Implantate originalverpackt und schon steril ab Werk bei uns ankommen, da sie individuell rückverfolgbar und in einem Implantat-Ausweis eingetragen sein müssen“, erklärt Cornelia Plutz, die im St. Marien-Hospital Hamm die Aufbereitung für Medizinprodukte leitet. Die neue Gesetzgebung soll im St. Marien-Hospital Hamm sofort Anwendung finden, da durch sie die Gewährleistung für die Patienten eindeutiger geregelt ist. Übrig bleiben die bislang verwendeten so genannten OP-Siebe, also die gängigen Zusammenstellungen von Materialien, wie sie üblicherweise für eine bestimmte OP benötigt werden. Mit denen kann noch vielen Menschen geholfen werden, daher spendet das St. Marien-Hospital sie der lokalen Hilfsorganisation „Hammer Forum“.

Sabine Huwe, Projektkoordinatorin beim Hammer Forum, freut sich: „Man kann sich hier nicht vorstellen, unter welchen Bedingungen in Guinea - Bissau oder der Demokratischen Republik Kongo operiert werden muss“, sagt sie. In Guinea läuft zurzeit die Cashew-Ernte – das halbrunde Nüsschen ist eine Haupteinnahmequelle des Landes. „Immer wieder kommt es vor, dass Menschen bei der Ernte aus dem Baum fallen – ganz oft Kinder“, berichtet sie. Knochenbrüche werden dann mit viel gutem Willen und ungeeignetem Material geschient – ein Brettchen, ein Stock, ein festes Palmblatt. „Wir sind deshalb mit Teams aus Ärzten und Pflegekräften unterwegs, um dort  zu operieren.“ Das Hammer Forum finanziert sich aus Sach- und Geldspenden. Die nach europäischen Standards ausgebildeten Fachleute, meist aus Deutschland, reisen als multiprofessionelle Teams an die Brennpunkte, führen die Operationen durch und schulen auch vor Ort.

Das vom St. Marien-Hospital gespendete Material ist „ein Segen“, so Sabine Huwe. Sie bekommt nicht zum ersten Mal Material von dort: „Angefangen hat es mit ein paar so genannten Spickdrähten“, die Knochensplitter und Implantate zur Heilung zusammenhalten. Die Spende jetzt umfasst sechs Siebe mit Werkzeug, Schrauben und Implantaten aus Titan sowie einen Karton weiterer Titan-Implantate zum Nachfüllen – für Nicht-Mediziner sieht das wie ein Metallbaukasten aus. „Alles ist komplett einwandfrei, könnte ohne Probleme auch hier in Deutschland noch jederzeit wieder sterilisiert und verwendet werden.“ Die veränderte Rechtslage macht es jedoch ab 2020 unmöglich. „Andere Krankenhäuser werfen dieses Material weg, aufgrund unseres konfessionellen Denkens haben wir nach einer anderen Lösung gesucht“, sagt Pflegedirektorin Gabriele Kösters. Denn verkaufen darf man die Implantate nicht, auch nicht ins Ausland. Spenden jedoch darf man, wenn die Spende im Empfängerland nicht den Markt beeinträchtigt. „Darauf achten wir“, sagt Frank Schlichting, der für die Logistik beim Hammer Forum zuständig ist. Guinea-Bissau zählt zu den am geringsten entwickelten Ländern der Welt – kein Markt für Medizinprodukte.

Bedarf jedoch besteht: Aktuell fehlt beispielsweise ein Einfüllstutzen für ein Anästhesiegerät, wie es in Deutschland nicht mehr verwendet wird. „Habt ihr noch so was?“ fragt Frank Schlichting.

Schmerzschrittmacher beendet chronifizierten Schmerz

Dr. medic (RO) Georgios Kyriakopoulos beendet chronifizierte Schmerzen durch Neuromodulation (SCS).

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Nach Jahrzehnten schmerzfrei durch Neuromodulation

„Ich kann das gar nicht erklären…“ sagt Elke Feuerstein (im Bild 2.v.l.) immer wieder. Seit 1975 hat sie Schmerzen in Rücken und im Bein gehabt. Erstmals 2004 und danach vielfach war sie deswegen in Krankenhäusern, aber weder die Operationen noch ausgeklügelte Schmerztherapien konnten ihr helfen. In den letzten Jahren meldete ihr Körper nur noch pochenden, brennenden, ziehenden Schmerz, die Beine, die Füße, der Rücken. Tag und Nacht. Unaushaltbar.  Auch Christel Bönig (2.v.r.) litt seit 1980 an stärksten Schmerzen, zog sich zurück, reagierte auf Mitleid und Nachfrage von Freunden zunehmend aggressiv: „Man hat zu nichts mehr Lust. Das machen auch die Medikamente, zum Teil Opiate. Man hat dann weniger Schmerzen, aber man steht neben sich, wie dusselig. Ich wollte einfach nur noch Ruhe“, sagt sie. Bei beiden Frauen wirken am Ende auch die stärksten Schmerzmittel nur noch kurz, Nebenwirkungen überholen den lindernden Effekt. Jetzt bekamen sie im St. Marien-Hospital Hamm einen Schmerzschrittmacher eingesetzt, der mit elektrischen Impulsen das Schmerzempfinden überlagert. „Ich kann das gar nicht erklären, wie glücklich mich das macht!“

„Ein Schmerzschrittmacher verhindert durch elektrische Impulse die Weiterleitung des Schmerzes über die Nervenbahnen an das Gehirn“, erläutert Dr. medic (RO) Georgios Kyriakopoulos (l.) „Die Patienten erhalten ein kleines Gerät, mit dem sie die Stärke des elektrischen Reizes nach Bedarf einstellen können.“ Korrekt heißt es Spinal Cord Stimulator – kurz SCS. Das flache Steuergerät wird am oberen, seitlichen Gesäß mit kleinen Schnitten unter die Haut gesetzt. Die etwa 40 Zentimeter lange Elektrode mit acht Stimulationspolen wird im Wirbelkanal auf dem Rückenmark platziert.“ Die Höhe ist dabei abhängig von der Schmerzsymptomatik: in Höhe der Brustwirbelsäule für Wirbelsäulen-, Becken- und Beinschmerz, auf Höhe der Halswirbelsäule für Schmerzen in den Schultern und Armen.  Während der minimalinvasiven etwa einstündigen Operation sind die Patienten wach und arbeiten an der korrekten Platzierung der Elektroden mit: „ Statt des bekannten Schmerzes spüren die Patienten ein kleines Kribbeln – dann sind die richtigen Kontaktpunkte gefunden.“

Kaum ein Bundesbürger über 40 kennt keine Rückenschmerzen. Oft hilft Physiotherapie oder eine einmalige Behandlung mit schmerzstillenden Medikamenten. Konservative Methoden, auch langwierige Schmerztherapien, schaffen bei vielen, eine Operation zu vermeiden oder hinauszuzögern. 300.000 Patienten unterziehen sich jedes Jahr einer offenen Operation – Tendenz eher steigend, denn die Rückenprobleme verstärken sich mit dem Alter. Wenn auch mehrere OPs das Schmerzproblem nicht lösen können, ist ein Schmerzschrittmacher die letzte Hoffnung: „SCS ist immer die letzte Stufe der Schmerztherapie“, sagt Dr. Kyriakopoulos. Er wird nur dann eingesetzt, wenn dem Schmerz keine warnende Wirkung mehr zugeschrieben werden kann. Denn die Neuromodulation heilt nicht, sondern unterbricht die Weiterleitung. „In der Folge verändern sich aber auch die körpereigenen Botenstoffe.“ So kann es sein, dass auch die langjährige Weiterleitung von Schmerz wieder verlernt und vergessen wird.

„Normalerweise kann man bis zu drei bis sechs Monate lang von einem akuten Schmerz sprechen. Der Körper zeigt, dass an einer bestimmten Stelle etwas nicht in Ordnung ist. Die Sinneswahrnehmung „Schmerz“ ist dabei immer subjektiv, kann etwas unangenehm oder eben unerträglich sein. Dazu haben wir eine Skala aufgebaut, mit der die Patienten die Schmerzintensität beschreiben können. Denn wie weh es tut, das lässt sich  gar nicht messen.“ Chronischer Schmerz ist aber kein Warnsignal mehr, sondern eine eigenständige Krankheit. „Neuropathien entstehen, wenn ein oder mehrere Nerven geschädigt sind und nicht mehr wie vorgesehen funktionieren. Diese Nerven lösen dann anfallsartige, einschießende Schmerzen aus. „Die Patienten beschreiben Brennen, Stechen, so etwas wie Strom- oder Blitzschläge“, weiß Dr. Kyriakopoulos.   

Das neuartige Gerät ist nicht billig, bei entsprechender Vorschädigung übernehmen die Krankenkassen jedoch die Kosten. Am Ende sind sie ein Segen für Menschen mit jahrelanger Schmerzerfahrung. „Ich möchte mit meinem Mann in Urlaub fahren – erst zur Probe nur zur Tochter nach Süddeutschland, dann länger“, sagt Christel Bönig. „Und ich mit meiner Enkelin!“ fügt Elke Feuerstein hinzu. Und dann schnappt sie sich den Pfleger Dietmar Nitsch (3.v.r. ) und tanzt mit ihm eine Runde Walzer auf dem Krankenhausflur, denn das hat sie ihm versprochen, wenn der Schmerzschrittmacher wirkt.

Regionales Traumazentrum

Das St. Marien-Hospital Hamm ist erneut als Regionales Trauma-Zentrum bestätigt worden.

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Das St. Marien-Hospital Hamm ist erneut als Regionales Trauma-Zentrum bestätigt worden. Die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie im Orthopädisch-Traumatologischen Zentrum des Hospitals hat damit nachgewiesen, dass sie die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e. V. weiterhin erfüllt. Das Zertifikat gilt weiter bis August 2020.

Ziel des Zertifizierungsverfahrens TraumaNetzwerk DGU® ist es, jedem Schwerverletzten an
jedem Ort zu jeder Zeit bestmögliche Überlebenschancen zu bieten. Ein Traumazentrum verfügt neben fachlichen Kompetenzen über spezielle personelle, strukturelle und apparative Möglichkeiten, die sich jeweils nach den aktuell gültigen Vorgaben des Weißbuchs Schwerverletztenversorgung richten.

 „Wir nehmen Verletzte an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr auf, haben einen entsprechend ausgestatteten Schockraum und Mitarbeiter im ärztlichen und pflegerischen Dienst, die durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen besonders für ihre anspruchsvolle Tätigkeit qualifiziert sind“, erläutert Chefarzt Dr. Hanns-Joachim Helling. Operationen sind bei Bedarf jederzeit möglich und auch in der Weiterbehandlung nach der Erstaufnahme ist die Klinik gut aufgestellt. Hellings Lob gilt seinem Team: „Eine Zertifizierung auch zum wiederholten Mal ist immer ein Erfolg, denn das zeigt uns, dass wir mit unserer phantastischen Arbeit auf dem richtigen Weg sind.“ 

 

Ausbildung erfolgreich!

Wir freuen uns über 22 neue Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen und zwei neue Operationstechnische Assistentinnen!

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Gesundheits- und Krankenpflege mit Brief & Siegel!

Ihre Berufsaussichten sind blendend: Die frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –Pfleger ( kurz GKP)  können sicher sein, dass sie mit offenen Armen auf dem Arbeitsmarkt empfangen werden – 15 der 20 Absolventen (großes Bild) bleiben gleich am St. Marien-Hospital. An die Examensfeier schließt sich nun eine Phase der Konsolidierung an, in der die jungen GKPs Berufspraxis erlangen. Viele wollen danach aber eine Fachweiterbildung besuchen und sich so spezialisieren: Von der Intensivpflege und Anästhesie, dem Operationsdienst, der Hygiene oder der Geriatrie über die Praxisanleiter oder Wundversorgungspezialisten bis zur Stationsleitung oder dem Dualen Studium gibt es viele Möglichkeiten, sich fortzubilden und aufzusteigen – mit Unterstützung des St. Marien-Hospitals, das von den vielen Fachkompetenzen seiner Pflegekräfte durch die optimale Versorgung der Patienten profitiert. Bereits im Juli konnten wir die erfolgreichen Abschlüsse zweier Operationstechnischer Assistentinnen feiern (kleines Bild).

Silberne Sauberkeit

Wir haben erneut das Zertifikat in Silber der "Aktion saubere Hände" errungen.

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Silberne Sauberkeit

St. Marien-Hospital erringt erneut Silbersiegel für Händehygiene

Bereits zum dritten Mal hat das St. Marien-Hospital Hamm für seine Anstrengungen auf dem Gebiet der Händehygiene das Zertifikat in Silber der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“ erhalten. „Das ist eine gute Leistung, denn die Anforderungen, die an das Siegel gebunden sind, steigen jedes Jahr“, sagt Andrea Werner, Hygienefachkraft am St. Marien-Hospital Hamm. „Einer der wichtigsten Überträger von Infektionen bleiben die Hände des Personals“, sagt sie. Die Häufigkeit der Händedesinfektion ist daher eine von mehreren Messgrößen, mit denen die „Aktion Saubere Hände“ arbeitet. „Der Verbrauch wird dabei auf Patiententage umgerechnet“, erläutert Werner. Der richtige Zeitpunkt der Desinfektion, etwa vor der Behandlung eines Patienten und nach dem Verlassen seines Zimmers, wird dabei zusätzlich durch geschulte Beobachter stichprobenartig kontrolliert. „Das Gesamtbild  ist sehr positiv, und zudem fordern wir auch unsere Besucher zur Händedesinfektion auf“. Beinahe überall sind die Spender gut sichtbar aufgehängt und mit Anleitungen versehen. Dabei zählen diese Spender bei der Begutachtung nicht mal mit: „Nur die ausdrücklich einer Station zugeordneten Händedesinfektionsmittel fließen in die Bewertung ein. Bei uns sind das 28 ml pro Patiententag auf einer Normalstation und 118 ml pro Tag auf einer Intensivstation“. Ins Leben gerufen wurde die Aktion Saubere Hände 2007 von der Weltgesundheitsorganisation WHO. 2008 führte die damalige Gesundheitsministerin Schmidt sie auch in Deutschland ein. „Seitdem nehmen wir daran teil und haben erst Bronze und seit 2014 immer Silber errungen“.

24 neue Jahrespraktikanten!

In diesem Jahr können wir 24 Jahrespraktikantinnen und-Praktikanten begrüßen!

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24 Jahrespraktikantinnen und -praktikanten haben im August bei uns begonnen. Ihre Gründe für ein Praktikum sind vielfältig: Sie kommen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, absolvieren ein freiwilliges soziales Jahr oder ein FOS-Praktikum, um in die 11. Klasse einer Fachoberschule mit der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen aufgenommen zu werden. Sie werden in diesem Jahr viel erleben, viel lernen und auch für ein Leben abseits des Gesundheitswesens viel mitnehmen - an Wissen, an Erfahrung und an Erinnerung. Alle Praktikantinnen und Praktikanten werden auch mit theoretischem Wissen ausgestattet und während ihrer praktischen Tätigkeit umfassend begleitet. Wir freuen uns, dass sich so viele junge Menschen für eine Tätigkeit im Gesundheitswesen interessieren - Herzlich willkommen!

Freitag der 13. - Ein Grund zur Sorge?

Warum haben Menschen Angst vor der 13? Fragen und Antworten an unseren Chefarzt der Psychiatrie Prof. Dr. Karl H. Beine.

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Die Angst vor Freitag, dem 13. hat sogar einen Namen: Paraskavedekatriaphobie.

Er ist so unaussprechlich wie die Furcht, die manche Menschen befällt, wenn sie ein vermeintlich unheilbringendes Zeichen erblicken. Was sagt unser psychiatrischer Chefarzt Prof. Dr. Karl H. Beine dazu?

 

Was ist Aberglaube, wie wird der Begriff definiert?

Der Unterschied zwischen Aberglaube und Glaube liegt in gewisser Weise in der Legitimation. In beiden Fällen werden übernatürliche, göttliche Fügungen angenommen. Zusätzlich ist der Aberglaube durch die Vorhersehung gekennzeichnet. Bestimmte Anzeichen deuten auf den Verlauf eines Plans oder den Ausgang einer Unternehmung hin. Umgekehrt kann der abergläubische Mensch die übernatürlichen Kräfte durch sein Tun dahin bewegen, bestimmte Pläne zum Ziel zu bringen.

Sind Rituale (nicht unter einer Leiter hindurchgehen, drei Mal auf Holz klopfen etc.) gut oder können sie auch negative Auswirkungen haben?

Rituale helfen, den komplexen Alltag zu bewältigen. Wenn ein Mensch also für einen guten Start in den Tag eine bestimmte Abfolge von Handlungen benötigt, die ihm Zuversicht geben, dass auch der restliche Tag sich positiv zeigen wird, dann ist das überhaupt nicht schädlich. Wenn ein Abiturient mit größerer Zuversicht in die Klausur geht, wenn er oder sie die „Glückssocken“ trägt, dann ist das völlig in Ordnung. Wer sich sicher fühlt, schreibt die Klausur entspannter.

Kann Aberglaube krank machen? Ab wann ist es zu viel?

Nicht der Aberglaube macht krank, aber ein psychisch labiler Mensch kann sich durch Rituale, die zu zwanghaften Handlungen ausarten, selbst blockieren. Aberglaube ist immer ein bisschen der Handel mit der höheren Macht – man klopft auf Holz und befriedet damit sozusagen den bösen Geist, erkennt ihn an und besänftigt ihn. Ein psychisch gesunder Mensch legt den Handel so an, dass er nutzt, dass der Aufwand, den er betreibt, gut zu packen ist. Gefährlich wird es, wenn der Aufwand sehr groß wird, langwierig, schädlich. Zwangsstörungen stellen eine erhebliche Belastung dar. Die andere Gefahr des Aberglaubens ist die sich selbst erfüllende Prophezeiung etwa eines Freitags, des 13.: Wer übervorsichtig durch den Tag geht, erhöht seine Unfallgefahr, weil eigentlich automatisierte Abläufe überdacht werden und nicht mehr selbstverständlich sind. Passiert dann ein Unglück, ist die Prophezeiung des Unglückstages erfüllt.

 

 

Übrigens - mit dem 13.07. ist es für 2018 vorbei mit dem Freitag, dem 13.!

Stürze im Alter

Nach einem schweren Sturz kommen alte Menschen oft nicht mehr richtig auf die Beine. Chefarzt Dr. Siegfried Reinecke hat einfache Tipps, wie man sie vermeiden kann.

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1. Warum haben ältere Menschen ein erhöhtes Sturzrisiko?

Wir alle altern nicht nur äußerlich, auch die Gleichgewichtsfunktion, das Nerven-, Gelenk- und Muskelgewebe unterliegen einer natürlichen Alterung. Wir bauen ab, was nicht mehr benötigt wird. Wer zudem Herzprobleme hat, schlecht Luft bekommt, vermeidet körperliche Anstrengung. In der Folge nimmt die Fitness ab. Kommt man dann aus dem Gleichgewicht, fällt es viel schwerer, sich durch schnelle Ausgleichbewegungen abzufangen. Deshalb stürzt der ältere Mensch häufiger. Die Knochen sind ebenfalls nicht mehr so stabil und brechen schneller.

2. Gibt es Training-/ Bewegungsprogramme, die helfen könnten? 

Altersgerechte Trainingsprogramme wie Gymnastik, Sportgruppen und Wandern sind gute Möglichkeiten länger die selbstständige Mobilität zu erhalten und Sturzrisiken zu mindern. Dabei geht es nicht darum, sich oder anderen etwas zu beweisen. Je älter der Mensch wird, desto mehr steht der Erhalt der verbliebenen Fitness im Vordergrund. Nur wenn Spaß dabei ist durch Musik oder Menschen mit denen man gerne zusammen ist, bleibt man auch dran.

3. Was können Angehörige tun, um zu helfen? 

Bieten Sie gemeinsame Aktivitäten an – Wandern oder Gymnastik tun auch in jüngeren Jahren schon gut. Motivieren Sie Ihre Angehörigen, sich aufzuraffen. Binden Sie ihn ein in tägliche Bewegung und Betätigung. Der alte Spruch stimmt: Wer rastet, der rostet. Zuviel Schonung macht auf Dauer schwach.

4. Gibt es einfache Tricks, die das Sturzrisiko mindern?

Ja, benutzen Sie den gesunden Menschenverstand: Suchen Sie das Wohnumfeld aktiv auf Stolperfallen ab. Teppichkanten, hochstehende Schwellen, ungleichmäßige Stufen, glatte Böden, auf denen sich Wasser sammelt oder die Sonne spiegelt.  80 % der Wohnungen haben mindestens eine Stolperfalle, 40 % der Wohnungen haben fünf Stolperfallen oder mehr. Manche Treppen an Hauseingängen haben keinen Handlauf. Das könnte man rechtzeitig verbessern. Natürlich kennt der ältere Mensch seine Wohnung, aber stellen Sie sich vor, sie könnten den Fuß nicht mehr so problemlos heben beim Gehen. Da hilft es nicht, dass die Teppichkante schon immer da war – Sie fallen dennoch.

 

Focus-prämiert

Unser Chefarzt für Psychiatrie Prof. Dr. Karl H. Beine ist für seine Leistungen ausgezeichnet worden. Wir zählen damit in der Behandlung von Schizophrenie zu den besten Kliniken in Deutschland.

 

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Die Zeitschrift Focus erteilt jährlich Siegel für besondere Leistungen in Krankenhäusern, Kliniken und bei Ärzten.

Für 2018 haben auch wir ein Siegel erhalten:

Chefarzt Prof. Dr. Karl H. Beine ist für seine Leistungen bei der Behandlung von Schizophrenie ausgezeichnet worden....

Im Einzelnen waren es gleichermaßen Kollegen wie Patienten, die ihn häufig empfohlen haben. Er wurde für seine Publikationen und Studien gelobt. Sein Behandlungsspektrum umfasst Kognitionstraining, Arbeitstherapie, Sporttherapie sowie das Training emotionaler und sozialer Kompetenz. Familientherapie, Angehörigenbetreuung und ein 24-Stunden-Bereitschaftsdienst runden das ausgezeichnete Angebot ab. Die Wartezeit liegt mit drei Wochen bis zwei Monate im mittleren Bereich.

Damit zählen wir in der Behandlung von Schizophrenie zu den besten Kliniken in Deutschland.