In unserer Klinik behandeln wir alle
chronisch entzündlichen Darmerkran-
kungen des Dünn- und Dickdarmes (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) in individueller Therapieentscheidung nach Absprache mit dem behandelnden Gastroenterologen. Die Operation bei Morbus Crohn wird vorwiegend bei Komplikationen, wie narbigen Stenosen oder Fistelsystemen, nach Ausschöpfung aller konservativen Behandlungsmöglichkeiten gestellt. Gleiches gilt für die Colitis ulcerosa.
Der Stellenwert der
Leberchirurgie ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Ursache dafür ist der Anstieg von Tumorerkrankungen in diesem Bereich, aber auch der Anstieg von Hepatitis-Erkrankungen. Bösartige Lebertumore, wie das Leberzellkarzinom oder das Gallengangskarzinom sowie die Absiedlungen anderer Primärtumoren, werden in der Regel operativ entfernt. Wie bei vielen anderen Operationsverfahren ist die Indikation für eine Operation abhängig von Zustand des Tumors, der Restleberfunktion sowie dem Allgemeinzustand des Patienten.
Auch Abzesse, Hämangiome, Adenome sowie Zysten an der Leber werden von uns operativ entfernt. Hier wenden wir falls möglich die endoskopische Methode an.
Bei gutartigen Erkrankungen der
Bauchspeicheldrüse bestehen große Erfahrungen mit allen heute üblichen operativen Konzepten.
Der
Leistenbruch ist einer der häufigsten chirurgischen Erkrankungen. Er betrifft vorrangig Männer. Bei der Leistenbruchoperation kommen verschiedene Operationsmethoden zum Einsatz. Aufgrund der Schwächung der Bauchwand werden schon seit Jahren spezielle Kunststoffnetze oder besonders körperverträgliche Titannetze eingesetzt. Bei solchen modernen Verfahren kann davon ausgegangen werden, dass einer erneuter Leistenbruch mit 98-prozentiger Wahrscheinlichkeit vermieden wird.
Ein Spezialgebiet ist die Behandlung von
Leistenhernien. Oft genügt für ihre Operation ein kleiner Schnitt. Hierbei wird von einem kleinen Leistenschnitt aus die Bruchpforte verschlossen bzw. der Bruchsack abgetragen. Durch Aufnähen eines speziellen Netzes wird die Sicherheit der Operation gesteigert. Der Vorteil dieser Methode ist die Möglichkeit, die Operation in örtlicher Betäubung und ambulant durchzuführen.
Langjährige Erfahrungen bestehen in der operativen Behandlung der
Galle und der
Gallenblase. Etwa 90 Prozent aller Gallenblasenentfernungen werden über die minimal-invasive Zugangsmethode entfernt.
Die minimal-invasive Chirurgie wird auch zur körperschonenden Entfernung von
Gallensteinen oder des
Blinddarms eingesetzt.
Beim Vorliegen einer
Blinddarmentzündung können die offenchirurgische Blinddarmoperation als auch die Entfernung des Blinddarmes über die Bauchspiegelmethode (Laparoskopie) mit der gleichen Sicherheit angewandt werden. Der Klinikaufenthalt bei einer Blinddarmentzündung beträgt in der Regel circa 4 bis 5 Tage.