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Strahlentherapie
Von der Terminvereinbarung bis zum
abschließenden Gespräch
1. Station - die Aufnahme durch unser Sekretariat
Nach der Terminvereinbarung durch unser Sekretariat ist das ärztliche Gespräch die erste Station im „Fahrplan“ der Strahlenbehandlung.
2. Station - Das ärztliche Aufnahmegespräch
Das ärztliche Aufnahmegespräch, das zwischen 20 und 60 Minuten dauert, wird in der Regel vom Chefarzt selber durchgeführt. Dabei ist es wichtig, alle verfügbaren Vorbefunde (wie zum Beispiel Operationsbericht, Pathologiebefund über die feingewebliche Untersuchung, Röntgenbilder etc.) mitzubringen. Anhand der Befunde und dem Gespräch mit dem behandelnden Arzt, machen wir uns ein vollständiges Bild über die Art Ihrer Erkrankung.
Auf dieser Grundlage erstellen wir einen Behandlungsplan, den wir Ihnen ausführlich erklären.
In dem Gespräch erläutern wir Ihnen genau das Behandlungsziel, die ungefähre Dauer der Therapie und etwaige auftretende Nebenwirkungen. Abschließend vereinbaren wir mit Ihnen die weiteren Termine, die zur Vorbereitung auf die Bestrahlung notwendig sind.
Eine Strahlentherapie kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Wenn eine stationäre Aufnahme erforderlich ist, ist dies auf unserer hauseigenen Station möglich.
Für eine gewünschte psycho-soziale Begleitung steht Ihnen eine speziell ausgebildete Psychologin zur Verfügung.
3. Station – die Tumorlokalisation
Um an einem Tumor eine möglichst hohe Strahlendosis zu erreichen und dabei das umliegende Gewebe zu schonen, ist eine sorgfältige Vorbereitung auf die Strahlentherapie erforderlich.
Wie die Strahlentherapie im einzelnen funktioniert, erfahren Sie mit einem Klick auf „Funktionsweise der Strahlentherapie“.
Der nächte Schritt ist die genaue Darstellung des Tumors. Dafür nutzen wir die zur Zeit besten Tumordarstellungsverfahren, die Computertomografie und die Kernspintomografie. Die Bilder zeigen uns, wo genau der Tumor sich befindet, wie groß er ist und welches Gewebe ihn umgibt. Auf dieser millimetergenauen Grundlage wird eine ausgefeilte Bestrahlungstechnik erarbeitet.
4. Station - die Rechnerbestrahlungsplanung
Die Bildinformation der Computer- oder Kernspintomografie wird zunächst in einen Planungscomputer gegeben. Mit Hilfe des Rechnersystems kann anhand der digitalen Bildinformation ein dreidimensionales Körpermodell mit der Darstellung sämtlicher Organe erstellt werden.
Nachdem der Arzt anhand dieses Bildmaterials festlegt, welche Regionen bestrahlt werden müssen, wird von einem speziell ausgebildeten Physiker eine Bestrahlungseinstellung berechnet. Der Planungscomputer stellt dann dar, welche Stelle im Körper mit welcher Bestrahlungsmenge in Kontakt kommt. Der optimale Behandlungsplan ist dann gegeben, wenn die größtmögliche Bestrahlungsmenge sich auf die Tumorregion konzentriert. Die gewonnenen Einstelldaten wandern dann aber noch nicht in das Bestrahlungsgerät, sondern werden zunächst auf ein Simulationsgerät übertragen.
5. Station – der Bestrahlungssimulator
Der Simulator gleicht einem Röntgen-Durchleuchtungsgerät. Mit ihm erfolgt am Patienten eine Bestrahlungsvoreinstellung, die mit Röntgendurchleuchtungsbildern genau kontrolliert werden kann. Das Bestrahlungsfeld wird auf der Haut markiert oder für den Kopf-/Halsbereich eine Gesichtsmaske mit Markierungen hergestellt. Erst wenn alle erarbeiteten Bestrahlungseinstelldaten optimal zueinander passen, werden sie zum Linearbeschleuniger, dem eigentlichen Bestrahlungsgerät, weitergeleitet, für die nachfolgenden Bestrahlungsbehandlungen am Gerät aufgerufen und automatisiert eingestellt.
Die Simulation dauert ungefähr eine halbe bis eine Stunde. Sie ist keine Bestrahlung, aber erfordert Geduld. Für Sie als Patienten besteht die Geduldsprobe vor allem darin während der Simulation möglichst ruhig zu liegen.
Ein speziell ausgebildeter Physiker berechnet mit Hilfe eines Planungscomputers die Bestrahlungseinstellung.
Für bestimmte Körperregionen werden Lagerungshilfen verwendet, wie zum Beispiel Kunststoffmasken. Die Bestrahlungsfelder werden zum Abschluss der Simulation mit speziellen Farben auf die Haut oder auf die Maske markiert.
Eines ist ganz wichtig:
die Feldzeichnungen bitte nicht abwaschen. Die gesamte Prozedur der Simulation mit Anzeichnung muss sonst nämlich wiederholt werden.
6. Station – der Einstellungstermin
Am Einstellungstermin wird das Bestrahlungsgerät auf Ihre Markierungen justiert. Dann wird geprüft, ob die geplante Bestrahlung zuverlässig durchgeführt werden kann.
Zur Überprüfung werden mit dem Bestrahlungsgerät nochmals Kontrollaufnahme durchgeführt. Der Einstellungstermin dauert ungefähr eine halbe Stunde.
7. Station – die Bestrahlung
Nach der sorgfältigen Vorbereitung der letzten Tage kann nun mit der Bestrahlung begonnen werden.
Je nach Tumorerkrankung finden 10 bis 35 Bestrahlungen statt.
Eine Bestrahlung dauert 1 bis 5 Minuten (mit Vorbereitungen 10-15 Min.) und wird an jedem Wochentag durchgeführt (Montag bis Freitag). In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, 2 mal pro Tag zu bestrahlen. Gelegentlich kommt man mit einer geringeren Anzahl von Sitzungen pro Woche aus. Den genauen Zeitplan werden wir vor Bestrahlungsbeginn mit Ihnen besprechen.
Bitte reden Sie mit uns über Ihr Allgemeinbefinden. Während der Dauer der Strahlentherapie stehen Ihnen die Mitarbeiter gerne für Gespräche zur Verfügung.
Bei einzelnen Erkrankungen müssen Sie sich einmal in der Woche von Ihrem Hausarzt Blut abnehmen lassen und das Ergebnis mit zu uns in die Klinik bringen.
Wenn Sie nicht selber mit dem Auto zur Strahlenbehandlung kommen oder nicht von Angehörigen gebracht werden können, erklärt sich die Krankenversicherung in der Regel bereit, die Kosten der Beförderung mit einem Taxi oder mit dem Bus zu übernehmen. Darüber werden wir Sie auf Wunsch vor der Strahlenbehandlung informieren.
Die Bestrahlung wird mit hochpräzisen Linearbeschleunigern der neuesten Generation durchgeführt.
8. Station – das abschließende Gespräch
Am Ende der Bestrahlungsserie findet ein abschließendes Gespräch und eine Abschlussuntersuchung statt. Hier geben wir Ihnen auch Hinweise zur Hautpflege und andere Tipps zu entsprechenden Verhaltensmaßnahmen. Auch die langfristige Nachsorge in Zusammenarbeit mit Ihrem behandelndem Arzt wird besprochen, ebenso ein kurzfristiger Wiedervorstellungstermin. Unter Umständen werden Sie über einen gewissen Zeitraum zu Kontrollterminen gebeten. Auch dies werden wir Ihnen im Gespräch ausführlich erläutern.
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