Gütesiegel für Brustschmerzeinheit

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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat die Brustschmerzeinheit (Chest Pain Unit/CPU) des St. Marien-Hospitals zertifiziert. Damit ist unsere Klinik eine von bundesweit 60 mit einer zertifizierten CPU. „Ohne das großartige Engagement unserer Mitarbeiter wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen“, lobte Chefarzt Prof. Dr. Dirk Böcker das „CPU-Team.“
Als spezielle Diagnostik- und Therapieeinheiten in der Notfallversorgung akuter und unklarer Brustschmerzen verbessern CPUs die Notfallbehandlung von Herzerkrankungen und senken die Sterblichkeit bei Herzinfarkten sowie anderen Durchblutungsstörungen des Herzens. Das St. Marien-Hospital gründete bereits vor drei Jahren diese Hochleistungseinheit, die durch den kompletten Neubau nochmals an Qualität gewann.
Studien belegen die eindeutigen Vorteile von Brustschmerzeinheiten, die mit ihrem zeiteffizienten Konzept die Sterblichkeit bei Herzinfarkten wesentlich verringern“, erläutert Prof. Böcker.
Mit der CPU am St. Marien-Hospital habe man Erfahrungen gemacht, die die Studienergebnisse nur bestätigen können. In den drei Jahren ihres Bestehens konnten über 3000 Patienten in der Brustschmerzeinheit behandelt werden. „Die Zufriedenheit unserer Patienten ist sehr hoch“, resümiert Stationsleiterin Dipl.-Pflegewirtin Silke Frerich.
Hohe Anforderungen an das Zertifikat
Für die Zertifizierung müssen Kliniken spezielle Schulungen, bestimmte räumliche und apparative Voraussetzungen sowie eine direkte Anbindung an Notfalllabore nachweisen.
Unabdingbare Voraussetzung für das Gütesiegel ist ein Herzkatheterlabor mit ständiger Verfügbarkeit zur Akutintervention (365 Tage über 24h). Um die ständige Verfügbarkeit zu gewährleisten, sind mindestens vier interventionell erfahrene Kardiologen erforderlich; ebenfalls muss ein Ausfallkonzept vorliegen. Dies alles ist im St. Marien-Hospital gegeben. Wie vorgeschrieben ist die CPU des St. Marien-Hospitals in die Bereiche der Rettungs- stellen unmittelbar eingegliedert und steht unter kardiologischer Leitung.
Der Begriff CPU ist bundesweit nicht geschützt. „Neben regional begründeten Unterschieden in der Ablauforganisation bestehen auch qualitative Unterschiede zwischen den CPUs. Somit erscheint es sinnvoll, der Institution CPU einen Mindeststandard zuzuweisen“, verlautet es von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Daher ist die Prüfung durch auswärtige Gutachter für den Erhalt der Qualitätssicherung obligatorisch. „Die Chest Pain Unit des St. Marien-Hospitals nahm die Hürde der Zertifizierung mit Leichtigkeit“, so Chefarzt Prof. Böcker.
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